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Warum SUV so beliebt und erfolgreich sind

Warum SUV so beliebt und erfolgreich sind

SUV ist die Abkürzung für „Sport Utility Vehicle“, was auf Deutsch wörtlich mit „Sport- und Nutzfahrzeug“ übersetzt werden müsste. Der Begriff wird auf das englische Wort „sport(s)“ zurückgeführt, das, anders als im Deutschen, auch Aktivitäten in unwegsamem Gelände wie Jagen und Angeln umfasst.

Begriffe und Abgrenzung

SUV ist die Abkürzung für „Sport Utility Vehicle“, was auf Deutsch wörtlich mit „Sport- und Nutzfahrzeug“ übersetzt werden müsste. Der Begriff wird auf das englische Wort „sport(s)“ zurückgeführt, das, anders als im Deutschen, auch Aktivitäten in unwegsamem Gelände wie Jagen und Angeln umfasst. Ein 'Sports Utility Vehicle' ist demnach auch ein Wagen, mit dem ein Jäger oder Angler durch unwegsames Gelände zu seinem Revier gelangen kann. In den USA versteht man unter der Bezeichnung "SUV" deshalb einen Offroader, also Geländewagen jeglicher Art. Diese besitzen oftmals Starrachsen und/oder sind auf einem Leiterrahmen aufgebaut. Die SUVs, wie wir sie kennen, werden im englischen Sprachraum als "crossover-suv"(gekreuzt mit einem PKW) oder salopp "soft-roader"(etwa "Weichgängige") bezeichnet.

Einige Hersteller haben aufgrund der missverständlichen Begrifflichkeit die Bezeichnung "SAV = Sport Activity Vehicle" oder „AAV = All Activity Vehicle“ eingeführt.

In Deutschland sind Geländewagen und SUVs zwei verschiedene Fahrzeugklassen, wobei die Grenzen fließend sind. Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) definiert, wie ein Kraftfahrzeug ausgestattet sein muss, um zur Klasse M1G (Geländegängige Fahrzeuge zur Personenbeförderung) zu gehören. Danach muss ein Fahrzeug dieser Klasse unter anderem mit mindestens einer Vorder- und einer Hinterachse ausgestattet sein, die gleichzeitig betrieben werden können. Also: per Allradantrieb fahrbar sein. Einige in Deutschland verkaufte SUV-Modelle sind durchaus geländetauglich und besitzen Allrad-Antrieb, die meisten Modelle bringen aber lediglich das Erscheinungsbild, wie z. B. die erhöhte Bodenfreiheit und die Karosserie (Aufbau) sowie einige Funktionen (Allrad, Differenzialsperren) von Geländewagen mit, während der Fahrkomfort dem einer Limousine ähnelt.

Wir halten also fest: Ein deutscher SUV ist eine Mischung aus Geländewagen und Limousine. Man könnte sie also auch als Geländelimousinen, Stadtgeländewagen oder City-Geländewagen bezeichnen.

1 Million Neuanmeldungen in Deutschland

SUV Zulassungen 2019Dieser Mix mit dem Besten aus beiden Welten machen die SUVs in Deutschland zum beliebtesten Kraftfahrzeug – das zeigen die Anmeldezahlen für Neufahrzeuge.

Im Jahr 2018 wurden mehr als 3,4 Mio. Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassenen. Davon hatten die SUVs einen Anteil von 18,3 Prozent (Quelle: Kraftfahrt Bundesamt).

In diesem Jahr wird der Marktanteil voraussichtlich bei über 20 % liegen. Es könnte erstmals die Zahl von 1 Millionen neu zugelassenen SUVs erreicht werden. Zum Vergleich: 1995 hatten die SUVs noch einen Marktanteil von lediglich zwei Prozent, das entsprach 68.000 neu zugelassenen Fahrzeugen pro Jahr.

Wer fährt SUVs?

Wer fährt SUVBeliebt sind die SUVs vor allem bei Privatkäufern. Laut einer Studie des Vergleichsportals Check24 fahren vor allem Landwirte (19,5 Prozent) und pensionierte Beamte (19,3 Prozent) SUVs. Vor allem für Landwirte ist ein SUV nützlich, weil es auch als Nutzfahrzeug eingesetzt werden kann. Auf Platz drei kommen Freiberufler (17,3 Prozent), gefolgt von Selbstständigen (15,8 Prozent) und Rentnern allgemein (14,2 Prozent). Das Gerücht, SUVs seien das Lieblingsauto von Hausfrauen (und Hausmännern), kann die Studie nicht bestätigen. Nur 7,9 Prozent der versicherten SUV gehört einer Hausfrau oder einem Hausmann.  Der Spottnamen „Hausfrauenpanzer“ ist also falsch.

Quelle: Check24

Der Mix macht SUVs beliebt

Eine Limousine bietet unbestritten den höchsten Komfort – was Ausstattung und Fahrkomfort angeht. Die klassischen Geländewagen hingegen sind dafür bekannt, dass Sie „hart wie ein Brett“ sind und wenig Innenkomfort haben. Das liegt u. a. an der starren Achse und der harten Federung, um im unwegsamen Gelände vorwärts zu kommen. Dennoch schauen viele Autofahrer neidisch auf die hohe Sitzposition, der einen besseren Blick auf die Straße bietet, sowie auf die höhere Bodenfreiheit, um mit dem eigenen PKW auch mal im Gelände fahren zu können.

Modelle und Varianten

Kunden haben die Qual der Wahl! Es gibt laut Branchen-Portal suv-cars.de aktuell über 130 SUV-Modelle von rund 30 Herstellern. Da gibt es die Flaggschiffe der Hersteller, die Oberklasse mit z. B. Porsche Cayenne, Audi Q7 und Q8, BMW X5, X6 und X7, Jaguar F-Pace, Range Rover, Volvo XC90 oder VW Touareg.

Darunter folgen die Mittelklasse mit z. B. Alfa-Romeo Stelvio, Audi Q5, BMW X3, Hyundai Santa Fe, Kia Sorento, Renault Koleos, Seat Tarraco, Skoda Kodiaq und die Kompaktklasse mit z. B. Dacia Duster, Audi Q3, BMW X1, Citro?n DS7 Crossback, Kia Sportage, Opel Crossland X, Renault Kadjar, VW Tiguan, Skoda Karoq und Seat Ateca.

Zu den Mini-SUVs, die oft auch Softroader oder Crossover bezeichnet werden, gehören z. B. Audi Q2, Dacia Sandero Stepway, Fiat 500X, Ford EcoSport, Kia Stonic, Peugeot 2008, Renault Captur, Seat Arona, Skoda Kamiq
Allein in der Preisklasse 10.000 bis 20.000 Euro finden sich aktuell über 40 SUV-Modelle. Günstigstes Modell in der Preisklasse ist der Dacia Duster. In der darüber liegenden Preisklasse 20.000 bis 30.000 finden sich rund 30 SUV-Modelle. Günstiges Modell in dieser Preisklasse ist der VW T-Roc.

Die beliebtesten SUVs

Wenn man die SUV-Modelle nach Beliebtheit sortiert, liegt der VW T-Roc – gemessen an den Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamts – ganz vorne. Ihm folgen der Ford Kuga auf Platz 2 und der BMW X1 auf Platz 3.

Die beliebtesten SUV

Diesel, Benzin, Hybrid, Elektro, Erdgas, Wasserstoff

Was die Antriebsart angeht, so dominieren immer noch die Diesel-SUVs. Laut der Studie von Check24 sind mehr als die Hälfte der SUV mit einem Selbstzünder ausgestattet (57 Prozent). 41 Prozent verfügen über einen Benzinmotor. Nur knapp zwei Prozent der Geländelimousinen fahren mit einer alternativen Antriebsart wie Elektro- oder Wasserstoffmotoren. Dabei wird das Angebot an SUVs mit alternativen Antriebstechnologien immer größer.

Zu den reinen E-SUVs gehören natürlich der Tesla Model X, der Audi e-tron, der Jaguar I-Pace, der Hyundai Kona und Kia e-Soul.
Besonders beliebt sind die Hybrid-Modelle wie Kia Niro, Range Rover Hybrid, Lexus RX 450h Hybrid, Peugeot 508 RXH Hybrid und Toyota RAV4 Hybrid. Ende 2019 soll mit dem e-2008 der erste Hybrid aus dem Hause Peugeot auf den Markt kommen. Und 2020 werden u. a. der VW Tiguan, der Skoda Karoq und der Volvo XC40 als Hybrid das Licht der Welt erblicken. Beliebt bei den Plug-in Hybriden ist Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid.
Der Erdgas-Antrieb wird u. a. von Opel im Mokka X LPG und von Seat im Arona TGI getestet.
Und Hyundai bringt mit dem ix35 FuelCell als erster Hersteller ein wasserstoff-getriebenes Serienfahrzeug auf den Markt.

Vor- und Nachteile

Im Zusammenhang mit der Umweltdiskussion sind besonders die SUVs in die Kritik geraten: Zu groß, zu schwer, hoher Spritverbrauch und zu hoher CO2-Ausstoß heißt es pauschal. Auch wenn diese pauschale Verurteilung natürlich falsch ist, so ist es wahr, dass SUVs im Durchschnitt in Sachen CO2-Ausstoß und Spritverbrauch ein wenig über dem Durchschnitt liegen. Laut Herstellerangaben haben neu zugelassene SUVs im ersten Halbjahr 2019 im Durchschnitt 144,1 Gramm CO2 pro Kilometer ausgestoßen. Das entspricht einem Verbrauch von 6,2 Litern Sprit auf 100 Kilometer. Der Durchschnitt aller Pkw-Neuwagen lag bei 133,4 Gramm CO2 und 5,6 Liter, also etwas niedriger. Vor allem große SUVs liegen häufig deutlicher darüber. Ihr Anteil am gesamten SUV-Segment liegt aber laut Verband der Automobilindustrie nur bei etwa vier Prozent.
Große SUV-Modelle verfügen im Vergleich zu „normalen“ Automodellen über größere äußere Abmessungen sowie aufgrund eines häufig längeren Radstandes auch über einen erhöhten Wendekreis. Diese Umstände führen in vielen Innenstädten zu Problemen im Handling. Aber auch auf Straßen und Parkplätzen bzw. Parkhäusern, die häufig lediglich die minimal erforderlichen Größe aufweisen, führen oft in der Abmessung größere und weniger wendige Fahrzeuge zu Konflikten. Hier sind die kleinen, wendigen Mini-SUVs klar im Vorteil bzw. bringen im Vergleich zu normalen Limousinen keine Nachteile mit. Allerdings: In den 50 größten Städten machen die SUV nur 8,7 Prozent aller über das Vergleichsportal Verivox versicherten Kfz aus. In den übrigen Landkreisen und Städten liegt der Anteil bei 10,2 Prozent.

Einen klaren Vorteil haben die SUVs beim Thema Sicherheit. Laut ADAC-Crashtest ist man in einem SUV wegen der größeren Knautschzone bei einem Unfall besser geschützt.

Die höhere Sitzposition von SUVs verbunden mit einer guten Übersicht vermittelt bei vielen Fahrern ein subjektives Gefühl der Sicherheit. Offenbar schätzt vor allem die Hauptklientel für SUVs, Männer im Alter von 60 bis 79 Jahren, dieses Sicherheitsgefühl verbunden mit dem bequemen Einstieg. Quelle: Verivox.de

Fazit

Der Hype um die SUVs im Sinne eines Stadtgeländewagens oder einer Geländelimousine ist ungebrochen. Die Vorteile der Fahrzeuge – höhere Sitzposition, leichterer Einstieg und gefühlte höhere Sicherheit – sind unschlagbare Kaufargumente vor allem bei den älteren Autofahrern. Die Kritik um die SUVs im Zuge der Umweltdiskussion führt jetzt schon und in den kommenden Jahren immer stärker dazu, dass sich die Automobilindustrie auf umweltfreundliche Antriebsarten bei den SUVs konzentriert.


Quellennachweis:
https://whttps://www.check24.de/files/p/2018/9/8/9/12763-2018_05_02_check24_pm_suv_berufsgruppen.pdf
https://www.suv-cars.de
https://www.verivox.de/nachrichten/auswertung-zu-suv-ihre-fahrer-verursachen-weniger-unfaelle-122468/
https://www.check24.de/kfz-versicherung/automagazin/service/trends/suv-zulassung-2018/

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